Der RCC, oder Reconfigurable Computing Cluster, ist ein Computer-Cluster zu dessen Aufbau sich 8 Professuren der Fakultät für Informatik zusammengeschlossen haben, um gemeinsam im Bereich rekonfigurierbarer Systeme Forschungsarbeiten durchzuführen.
Die beteiligten Professuren sind:
Rekonfigurierbare Rechnersysteme spielen eine zunehmend große Rolle, da sie durch den Zusammenschluß aus z.T. existierenden Komponenten mit geeigneten schnellen Netzwerken zusammengeschaltet werden können. Dies kann im Vergleich zu monolithischen parallelen Systemen einen erheblichen Kostenvorteil bringen.
Mit rekonfigurierbaren Rechnersystemen kann auch die Ausfallsicherheit erhöht werden: Auf den Ausfall einer Komponente reagieren diese Systeme mit Rekonfigurierung, um den Ausfall entsprechend auszugleichen.
Als eine weitere Anwendung bietet sich die dynamische Anpassung an veränderte Anforderungsprofile an, wobei stark ausgelastete Ressourcen durch Rekonfigurierung verstärkt werden bzw. die Zusammenschaltung der Hardware so verändert wird, daß sie die neuen Aufgaben effizienter erfüllen kann.
Insbesondere in Systemen, die aus beweglichen Teilsystemen bestehen, kann es passieren, daß bestimmte (ehemalige) Nachbarn nicht mehr erreichbar sind. Dies führt dazu, daß sich das System an die neue Situation anpassen, d.h. sich rekonfigurieren, muss.
Die Techniken zum Entwurf rekonfigurierbarer Rechensysteme steckt noch in den Kinderschuhen und es bedarf intensiver Forschung auf diesem Gebiet.
Ein wesentliches Ergebnis der Forschung soll die Möglichkeit sein, Entwicklern Techniken an die Hand zu geben, mit denen sie in der Lage sind rekonfigurierbare Systeme schnell und effizient zu entwickeln bzw. für ihre Applikationen zu nutzen.
Die Programmierung rekonfigurierbarer Systeme ist ein Schwerpunkt der Fakultät für Informatik. Ein wesentlicher Gesichtspunkt ist dabei die Betrachtung von Rekonfiguration auf verschiedenen Abstraktionsebenen und Anwendungsgebieten. Leitlinien sind die Granularitätsebene der Rekonfiguration sowie die Lokalität und die Untersuchung der Handhabung dieser Klasse von Systemen. Mit dem RCC steht nun eine Hardwareplattform zur Verfügung, mit der diese Aspekte untersucht werden können.
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Der RCC besteht aus vier Sub-Clustern und Infrastruktur zur Verwaltung des Gesamtsystems: